Wie sich Ollie's Camp schlägt
Ein Vergleich sollte Namen nennen. Auf dem Tablet tritt Ollie's Camp gegen Google Kids Space, Samsung Kids und Amazon Kids+ an. Das eigene Handy weiterzugeben ist eine andere Aufgabe — dort steht Wings neben Kids Place und dem Anheften von Apps in Android.
Auf dem Tablet: der Launcher
Der Launcher ersetzt den Startbildschirm eines Tablets, das deinem Kind gehört. Gegen diese drei Bildschirme wägen Familien ihn wirklich ab.
Google Kids Space
Googles Kinder-Startbildschirm, kostenlos und auf vielen Android-Tablets vorinstalliert — und es lohnt sich zu fragen, warum. Die Startansicht ist ein Entdecker-Feed für den Play-Katalog: Apps, Bücher und Videos, jedes nur einen Tipp vom Installationsbildschirm entfernt. Das Produkt ist nicht wirklich der Startbildschirm — es ist der Store dahinter.
Außerdem braucht dein Kind ein eigenes Google-Konto — das Profil beginnt also Jahre, bevor es lesen kann, wozu es dient.
Ollie's Camp empfiehlt nichts. Der Bildschirm zeigt die Apps, die du gewählt hast, in der Reihenfolge, in der du sie hinterlassen hast — und schlägt nie eine weitere vor.
Samsung Kids
Kostenlos und auf jedem Samsung-Tablet schon dabei — für Samsung-Familien damit die Standardwahl. Ein solider Kindermodus mit einer eigenen Buntstiftwelt: Samsungs Kinder-Apps, eine Kamera, eine Galerie, dazu die Apps, die du hineinlässt.
Es existiert nur auf Samsung-Geräten, und deine eigenen Medien kommen nicht hinein — kein Navidrome, kein AudioBookshelf, kein Immich.
Ollie's Camp läuft auf jedem Android-Tablet und füllt den Bildschirm mit deiner Auswahl, nicht mit Samsungs.
Amazon Kids+
Das Abo schlechthin: eine Monatsgebühr für Amazons Katalog aus Kinderbüchern, Videos und Spielen, am besten auf einem Fire-Tablet.
Es ist Miete. Die Regale füllt Amazons Redaktion, gestreamt aus Amazons Cloud — und an dem Tag, an dem du nicht mehr zahlst, sind sie leer.
Ollie's Camp kostet 10 €, einmal, und ordnet, was dir schon gehört. Da leert sich nichts.
Der Launcher im Vergleich
| Ollie's Camp | Google Kids Space | Samsung Kids | Amazon Kids+ | |
|---|---|---|---|---|
| Preis | 10 €, einmalig | Kostenlos | Kostenlos | Jeden Monat eine Gebühr |
| Läuft auf | Jedem Android-Tablet | Ausgewählten Android-Tablets | Nur Samsung-Geräten | Fire-Tablets, plus eine Android-App |
| Was den Bildschirm füllt | Die Apps, die du gewählt hast | Ein Feed aus Play-Apps, Büchern und Videos | Samsungs Kinderwelt, plus Apps, die du erlaubst | Amazons Katalog |
| Konto fürs Kind | Keins | Google-Konto erforderlich | Dein Samsung-Konto | Dein Amazon-Konto |
| Deine eigene Musik, Bücher und Fotos | Ja, von deinem Server | Nein | Nein | Nein |
| Lerninhalte | Eingebaut, inklusive | Gratis-Apps aus dem Play-Katalog | Samsungs eigene Kinder-Apps | Teil des Abos |
| Funktioniert offline | Alles | Teilweise | Größtenteils | Downloads, solange du zahlst |
| Tracking und Analytics | Nichts davon | Es gilt Googles Datenschutzerklärung | Es gilt Samsungs Datenschutzerklärung | Es gilt Amazons Datenschutzerklärung |
Basierend auf den öffentlichen Produktseiten und Bedingungen dieser Dienste im August 2026. Einen Fehler entdeckt? Schreib an hello@olliescamp.app, und wir korrigieren ihn.
Auf deinem Handy: Wings
Das eigene Handy dem Kind zu geben ist ein anderes Problem, als ein Tablet einzurichten. Dort macht Wings genau eine Sache — und das sind die üblichen Alternativen.
Kids Place, von Kiddoware
Die bekannteste App für dieselbe Aufgabe: eine Liste erlaubter Apps, die den Rest deines Handys sperrt. Die Grundlagen sind gratis; die Teile, die du bald willst — Timer, Ausgangsschutz, Ferneinstellungen — stecken hinter einem Monatsabo.
Fernsteuerung von einem zweiten Handy heißt: ein Cloud-Konto dazwischen, das festhält, was dein Kind öffnet.
Wings ist gratis, Open Source und kontofrei: ein paar Apps wählen, eine Sitzungs-PIN festlegen, Handy übergeben. Nichts verlässt das Handy.
App anheften, eingebaut in Android
Android kann eine einzelne App am Bildschirm anheften. Kostenlos, schon auf deinem Handy — und gut für genau ein Video.
Es heftet nur eine App an, Benachrichtigungen kommen weiter durch, und der Ausweg ist dein eigener Entsperrcode — eingetippt vor neugierigen Augen.
Wings erlaubt eine Handvoll Apps, stellt Benachrichtigungen für die Sitzung stumm und öffnet mit einer Wegwerf-PIN statt deines Entsperrcodes.
Eine Zahlung von 10 €. Nichts zu kündigen, nichts zu verlieren.
Kein Abo. Keine Werbung. Keine Konten. Kein Tracking.
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